Nachdem uns die Gesamtförderung weggebrochen ist, versuchen wir das Format über Spenden und Förderanträge am Laufen zu halten. Wie der aktuelle Stand der Finanzierung ist, seht ihr hier rechts:
"Das hab ich in der Kneipe gehört!" - ist in der Regel kein Qualitätsmerkmal von Wissen - das muss sich ändern!
Viele Veranstaltungen der politischen Bildung finden in kahlen Räumen auf unbequemen Stühlen bei Kaffee und Wasser statt. Wer dann noch einen Anzug trägt und seine Schuhe geputzt hat, strahlt besondere Kompetenz aus. Nachdem man sich höflich anhörte, was zu sagen war, ist erlaubt in Knigge-Manier eine Nachfrage zu formulieren und je steifer eine Veranstaltung aufgebauscht wird, desto höher wird die Qualität dieser verortet. - So haben wir einige politische Veranstaltungen wahrgenommen - so sind wir nicht.
Das Beste an diesen Veranstaltungen war oft die Zeit danach, wenns an die Theke ging und in die Diskurse. Für uns braucht es ne gute Atmosphäre, Lockerheit, Niedrigschwelligkeit und bestenfalls ein kühles Bier.
Aus diesem Grund haben wir vor einiger Zeit das Konzept "Der politische Mittwoch" über ein Jahr umgesetzt und starten nun, nach Corona neu, mit ein paar neuen Inhalten und etwas ganz besonderem: Ein Extra-Angebot für Schulen
Allgemein
Der politische Mittwoch findet jeden 1. Mittwoch im Monat in der Banane in Vechta statt. Abends um 20:00Uhr gibt es einen Vortrag, eine Diskussion, eine Lesung, etc. zu jeweils aktuellen gesellschaftlichen Themen. Die Veranstaltungen sind immer kostenlos und jede*r kann dabei sein, ohne Anmeldung oder sonst was. Nur eine Sache ist wichtig: Menschen, die der rechten Szene zuzuordnen sind, egal ob rechten Gruppen, Parteien oder Organisationen, kommen nicht rein, bzw. fliegen raus.
Gefördert ist das Projekt zum Teil über die EWE Stiftung, aber auch über Spenden auf: https://www.betterplace.org/de/projects/144706-der-politische-mittwoch
„Die Zusage“
Wie die Bundesregierung mit der Situation in Afghanistan umgeht
"Die Zusage." Eine Feature von Simon Brückner und Michael Mai. Inhalt: "Besonders gefährdeten Afghaninnen und Afghanen sagte die Bundesregierung 2021 die Einreise zu. Vier Jahre später sitzen noch immer mehr als 2000 von ihnen in Pakistan fest und fürchten um ihr Leben. Wie kann das sein?"
Angstmacherei oder Notwendigkeit?
Brauchen wir Krisenvorsorge und wenn ja, wie?
Die Welt wird fragiler und die Anzahl der Krisen häufen sich drastisch. Nicht nur die Bundeswehr gewinnt an Bedeutung, sondern auch der Zivilschutz. Aus diesem Grund wollen auch wir hinsehen: Was ist notwenig und wie siehts vor Ort aus?
Wie kann man sich auf Krisensituationen vorbereiten – von Stromausfällen bis hin zu größeren Notlagen. Welche konkreten Maßnahmen sind wirklich sinnvoll und wie kann man nicht nur sich selbst schützen, sondern auch aktiv Teil des Bevölkerungsschutzes werden. Praxisnah, verständlich und direkt umsetzbar.
Jan Gelhaus, Referent Einsatzdienste, Malteser Hilfsdienst e.V., Offizialatsbezirk Oldenburg
U.a. Zuständig für die Ehrenamtlichen Katastrophen- und Zivilschutzeinheiten der Malteser zwischen Wilhelmshaven und Damme
Rassismus tötet – eine bewegende Geschichte und ein aufrüttelnder Appell!
Am 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau neun Menschen aus rassistischen Motiven. Gökhan Gültekin war einer von ihnen – einer von denjenigen, die der rassistische Täter nicht in
»seinem« Land ertragen konnte. Çetin Gültekin erzählt die berührende Geschichte seines Bruders und zeigt: Wir sind nicht »die Anderen«, wir sind ein Teil der deutschen Gesellschaft.
Gökhan wurde 1982 in Hanau geboren, die Eltern stammten aus der Türkei. Vor dem Anschlag war er bereits zweimal knapp dem Tod entkommen, hatte sich immer wieder ins Leben gekämpft und nie seine positive Art verloren. Doch am 19. Februar 2020 überlebt er nicht. Für die Angehörigen beginnt damit ein Albtraum. Die Familie ist zerrissen zwischen Trauer und dem Kampf um Gerechtigkeit, denn immer wieder kommen neue Versäumnisse der Behörden ans Licht.
Seither setzt sich Çetin Gültekin dafür ein, dass die Opfer und deren Geschichten nie vergessen werden – und kämpft unermüdlich gegen den tief verwurzelten Rassismus in Deutschland.
Nach der Lesung wollen wir mit euch ins Gespräch gehen, über die Gesellschaft, Deutschland, Medien und Rassismus.
Zeitenwende, Bündnisverteidigung und die Rolle der Bundeswehr
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hat die europäische Sicherheitsordnung grundlegend erschüttert. Gleichzeitig wächst die Unsicherheit über die zukünftige Rolle der USA als sicherheitspolitischer Garant.
Was bedeutet diese Lage für Deutschland? Wie ist die Bundeswehr aktuell aufgestellt – mit Blick auf Landes- und Bündnisverteidigung? Welche Herausforderungen, Grenzen und politischen Zielkonflikte prägen die sicherheitspolitischen Entscheidungen der Gegenwart?
In seinem Vortrag gibt Hauptmann Malte Tautorat, Jugendoffizier der Bundeswehr für den Bereich Oldenburg und Umland einen Einblick in sicherheitspolitische Grundlagen, strategische Rahmenbedingungen und aktuelle Debatten – jenseits von Schlagworten und Alarmismus. Im Anschluss besteht Raum für Fragen und Diskussion.
Eine Einladung zur informierten Auseinandersetzung mit Sicherheitspolitik in einer zunehmend unsicheren Welt.
Tödliche Vorbilder - Neue rechte Jugendkulturen zwischen NS-Nostalgie, digitalem Radikalismus und Straßengewalt
Rechtsextreme Gewalttaten nehmen massiv zu, Zustimmungswerte zu rechtsextremen Positionen und Parteien erreichen Höchststände. Der weltweite Drift nach rechts wird in allen Lebenskontexten sichtbar, eben auch als neue rechte Jugendkulturen. Wie diese genau aussehen, was Jugendliche dort finden und was eine demokratische Antwort sein könnte, wird Schwerpunkt des politischen Medien-Mittwochs sein, zu dem wir die Journalistin Andrea Röpke gewinnen konnten.
Tödliche Vorbilder - Neue rechte Jugendkulturen zwischen NS-Nostalgie, digitalem Radikalismus und Straßengewalt
Rechtsextreme Gewalttaten nehmen massiv zu, Zustimmungswerte zu rechtsextremen Positionen und Parteien erreichen Höchststände. Der weltweite Drift nach rechts wird in allen Lebenskontexten sichtbar, eben auch als neue rechte Jugendkulturen. Wie diese genau aussehen, was Jugendliche dort finden und was eine demokratische Antwort sein könnte, wird Schwerpunkt des politischen Medien-Mittwochs sein, zu dem wir die Journalistin Andrea Röpke gewinnen konnten.
Krankheitsbedingt müssen wir spontan umplanen. Wir freuen uns sehr, dass Andreas Kemper terminlich einspringt und hoffen, dass Andrea schnell wieder fit wird, um dem Termin nachzuholen.
Unser politischer Jahresauftakt startet wieder - natürlich mit Sebastian 23!
Wir freuen uns ihn und euch am 14.01. in der Banane zu sehen!
Die zerrissene Mitte: Vorstellung der neuen Mitte Studie zu Einstellungsmustern der deutschen Gesellschaft
Die Spaltung der Gesellschaft scheint immer weiter vorzudrängen, insbesondere der rechte bis rechtsextreme Rand erstarkt dabei. Die Abgrenzung nach rechtsaußen bröckelt nicht nur, es wirkt, als übernehme sie die "Mitte".
Die "Mitte-Studien" gehören zu den bedeutendsten Langzeitstudien die es zu Einstellungsmustern in Deutschland gibt. Wir freuen uns, dass Andreas Zick Zeit findet, um die neue Studie bei uns vorzustellen und mit uns über die Ergebnisse und Schlussfolgerungen diskutieren wird.
Prof. Dr. Andreas Zick ist Direktor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld Professor und wissenschaftlicher Leiter der im April 2023 gegründeten Konfliktakademie, ConflictA, an der Universität Bielefeld.
Nach seinem Studium der Psychologie und Evangelischen Theologie an der Ruhr-Universität Bochum promovierte Andreas Zick 1996 an der Philipps-Universität Marburg und habilitierte sich 2008 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Fach Psychologie. Seine Habilitation war der „Psychologie der Akkulturation“ gewidmet, also der Frage danach, wie sich Menschen neue kulturelle Umwelten aneignen und dabei Konflikte erfahren und bewältigen. Andreas Zick wurde 2008 als Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an die Universität Bielefeld berufen. Seit 2013 leitet er das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG), eine Einrichtung der Universität Bielefeld. Das IKG erforscht in interdisziplinären Forschungsgruppen die Grundlagen, Phänomene und Wirkungen von innergesellschaftlichen Konflikten und Gewalt. Dazu gehört auch die Prävention bei Extremismus und Radikalisierung.
In 2016 erhielt Andreas Zick den Communicator-Preis des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und 2022 den Nevitt Sanford Life-Time Award for Political Psychology der International Society for Political Psychology.
Hin? Und wieder zurück!
Was bewegt Menschen dazu, sich der rechten Szene zuzuwenden?
Der Vortrag von Dr. phil. Christian Pfeil bietet eine exemplarische Übersicht über individuelle Gründe und Legitimierungsmuster, die solche Entwicklungen begünstigen können. Anhand konkreter Beispiele aus der pädagogischen Praxis und unter Einbezug aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse werden mögliche Faktoren beleuchtet, die den Weg in rechtsextreme Milieus (vermeintlich) attraktiv erscheinen lassen. Immer wieder aber gelingt es Menschen auch, die rechtsextreme Szene hinter sich zu lassen – oftmals mit professioneller Hilfe durch Aussteigerprogramme. Auch auf diese Aspekte wird der Vortrag eingehen, und zu erklären versuchen, wie ein erfolgreicher Ausstieg gelingen kann.
Dr. Christian Pfeil promovierte bereits 2015 zu Ausstiegsprozessen aus rechtsextremen Szenen und leitet heute das zivilgesellschaftliche Aussteigerprogramm "Distance – Ausstieg rechts" in Niedersachsen. In seinem Vortrag verbindet er wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreten Fallbeispielen aus der Praxis.
Soldaten des Lichts
Der Dokumentarfilm SOLDATEN DES LICHTS beleuchtet eine wachsende Szene von Influencerinnen, Life Coaches und selbsternannten Heilerinnen, die Verschwörungserzählungen verbreiten und in enger Verbindung zu sogenannten Reichsbürgerinnen und anderen antidemokratischen Kräften stehen. Diese Akteure setzen auf apokalyptische Szenarien, ständige Bedrohungen und Heilsversprechen, um ihre Followerinnen zum Kauf von Kursen und Produkten zu animieren. Ihre Kundschaft reicht von sogenannten Souveränistinnen und Selbstverwalterinnen, die einen Bruch mit der Bundesrepublik anstreben und sich durch eigene Ausweispapiere und bürokratische Strukturen legitimieren, bis hin zu Menschen, die schwer körperlich oder psychisch erkrankt sind.Einer davon ist Timo, der sich seit den Protesten gegen Schutzmaßnahmen zur COVID-19-Pandemie zunehmend radikalisierte. Sein großes Vorbild David alias "Mister Raw" behauptet, seine psychotischen Wahnvorstellungen seien Besetzungen durch dunkle Mächte, die er durch Nahrungsergänzungsmittel und Fasten heilen könne. (Text: Verleih)
Im Anschluss an den Film wird es ein Filmgespräch mit dem Regisseur Julian Vogel geben.
Das gefährliche Spiel der AfD mit der Demokratie
Die AfD im Nordwesten gibt sich demokratisch, agiert aber offen demokratieverächtlich, schürt Hass und Feindbilder, arbeitet mit Mitgliedern sogenannter Mischszenen (Rockerszene,..) zusammen. Die AfD stellt kritische Stimmen wie „Omas gegen Rechts“, Klima- und Menschenrechtsaktivist:innen gezielt als Feinde und Bedrohung dar. Auch Aussagen wie die von Alice Weidel, Hitler sei ein Linker gewesen, sind Teil dieser bewussten Umdeutung. In Wilhelmshaven gründete der AfD-Landtagsabgeordnete Thorsten Moriße den sogenannten „Club der Demokratie“ – eine Veranstaltungsfläche, auf der Deutschland- und AfD-Fahnen wehen. Doch statt demokratischen Diskurs zu fördern, dient der Ort vor allem der politischen Inszenierung. Über die sozialen Medien berichtet Mieke Wolke seit vier Jahren über die AfD im Nordwesten, mittlerweile recherchiert und schreibt sie als freie Journalistin u.a. für die
TAZ. Sie gilt als Kennerin der Szene im wohl abgelegensten Teil Niedersachsen. In ihrem Vortrag beleuchtet sie die Entwicklung der Partei in der Region – vom zerstrittenen Randphänomen zu einer Kraft, die sich selbst als Retterin der Demokratie inszeniert. Im Fokus stehen dabei besonders die Strategien sprachlicher Umdeutung und der politische Aufschwung während der Corona-Pandemie.
Gewerkschaften - was für viele ein veraltetes Konstrukt erscheint, bekommen in Zeiten von Transformation und Wirtschaftskrise neue Bedeutung - allerdings nur, wenn Mitarbeiter*innen es schaffen, sich nicht gegeneinander ausspielen zu lassen und gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen. Wie das gehen kann erfahren wir von drei Mitarbeiter*innen der IGBCE, Charlotte Reineke, Detlef Lüke und Anja Schickhaus.
Elon Musk ist der mächtigste Mann der Welt. Tesla machte ihn zum dreihundertfachen Milliardär, mit seinem Satellitennetzwerk Starlink beeinflusst
er das Kriegsgeschehen in der Ukraine. Sein Social-Media-Netzwerk X nutzt Musk als Bühne für seine persönliche Propaganda. Im Herbst 2024 kaufte er sich auch noch in die US-Regierung ein.
Musk inszeniert sich als Retter der Zivilisation, doch sein Geniegestus birgt eine erschreckende Kehrseite: Ungewöhnlich viele Arbeitsunfälle in seinen Fabriken, gefährliche Fehler des
Tesla-Autopiloten und zahllose gebrochene Versprechen werfen einen dunklen Schatten auf seinen Erfolg.
Die Investigativjournalisten Sönke Iwersen und Michael Verfürden reißen in diesem Buch Musks Fassade ein. Sie analysieren interne Tesla-Daten, werten Gerichtsakten aus und sprechen mit Kunden,
Mitarbeitern und Hinterbliebenen. Ihre Recherchen zeigen einen Konzern außer Kontrolle und einen Chef ohne Skrupel. Sie sind ein Vorgeschmack darauf, was die Welt von Musk als erstem globalen
Oligarchen zu erwarten hat.
Sönke Iwersen begann seine journalistische Ausbildung im Januar 2000 an der Axel-Springer-Journalistenschule in Hamburg und arbeitete anschließend als Wirtschaftsredakteur bei der Stuttgarter Zeitung. 2006 wechselte er zum Handelsblatt und baute dort ab 2012 das Investigativ-Team auf. Iwersen unterrichtet an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalismus und verantwortet den beliebten Podcast Handelsblatt Crime.
Seine Arbeit brachte Iwersen zahlreiche Preise ein. So wurde er 2011 als Wirtschaftsjournalist des Jahres geehrt, 2012 mit dem Henri-Nannen-Preis. Iwersen ist dreifacher Träger des Wächterpreises und erhielt 2017 den Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik. 2019 dokumentierte er, wie der bekannte Unternehmensberater Roland Berger die Öffentlichkeit jahrelang über die NS-Vergangenheit seines Vaters täuschte. Dafür wurde Iwersen mit dem Deutschen Reporter*innenpreis ausgezeichnet.
Im März 2025 erschien im C.H. Beck Verlag in München das Buch Die Tesla-Files, das er gemeinsam mit seinem Handelsblatt-Kollegen Michael Verfürden schrieb.
Michael Verfürden ist seit 2020 Redakteur im Ressort Investigative Recherche beim Handelsblatt. Er berichtete in dieser Zeit unter anderem über Machtmissbrauch in der Finanzbranche, fragwürdige Immobiliengeschäfte und Hacker, die es auf deutsche Unternehmen abgesehen haben. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte Verfürden mit Enthüllungen über den Skandalkonzern Wirecard und dem flüchtigen Betrüger Jan Marsalek. Über seine Recherchen zu den größten Wirtschaftskriminalfällen berichtet er regelmäßig im beliebten True-Crime-Podcast Handelsblatt Crime.
Verfürden studierte Germanistik und Politikwissenschaft an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf, bevor er die Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten mit Stationen in Berlin und Frankfurt absolvierte. Dort unterrichtet er heute selbst zu den Themen Open Source Intelligence (OSINT) und investigative Recherchemethoden.
Im März 2025 erschien im C.H. Beck Verlag in München das Buch Die Tesla-Files, das Verfürden gemeinsam mit seinem Handelsblatt-Kollegen Sönke Iwersen schrieb.
Umverteilung des Reichtums
Armut dringt seit geraumer Zeit bis in die Mitte unserer Gesellschaft vor, während sich der Reichtum immer stärker bei wenigen (Unternehmer-)Familien konzentriert. Weshalb geschieht das, und wie lässt es sich ändern? Aufgrund der bestehenden Wirtschaftsstrukturen, Eigentumsverhältnisse und Verteilungsmechanismen werden die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher. Tagtäglich findet Umverteilung statt – allerdings nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben: Unternehmensprofite, Veräußerungs- und Kursgewinne der Aktionäre, Dividenden, Zinsen, Miet- und Pachterlöse von Immobilienkonzernen fließen überwiegend in die Taschen materiell Bessergestellter, sind aber normalerweise von Menschen erarbeitet worden, denen erheblich weniger gehört, oft nicht einmal genug, um in Würde leben zu können. Deshalb muss Umverteilung künftig in die entgegengesetzte Richtung stattfinden – als Rückverteilung des Reichtums von Oben nach Unten, also zu denjenigen Menschen, die ihn erarbeitet und nicht geerbt haben.
Prof. Dr. Christoph Butterwegge, geb. am 26. Januar 1951 in Albersloh (Krs. Münster/Westfalen; heute: Sendenhorst), war nach dem Studium der Sozialwissenschaft, Rechtswissenschaft, Philosophie und Psychologie sowie der Promotion zum Dr. rer. pol. von 1987 bis 1989 als wissenschaftlicher Angestellter am Fachbereich Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften der Universität Bremen beschäftigt. 1990 habilitierte sich Butterwegge an der Universität Bremen mit einer Untersuchung zur Theorie und Praxis der österreichischen Sozialdemokratie („Austromarxismus“) für das Fach Politikwissenschaft und vertrat von 1994 bis 1997 an der Fachhochschule Potsdam eine C3-Professur für Sozialpolitik, bevor er zum 1. Januar 1998 als Leiter der Abteilung für Politikwissenschaft auf eine C4-Professur an die Universität zu Köln berufen wurde. Dort hat er bis zum 31. Juli 2016 Politikwissenschaft gelehrt. Butterwegge ist Mitglied der Forschungsstelle für interkulturelle Studien (FiSt) an der Universität zu Köln. Seit dem 1. Mai 1973 ist er Mitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte sind „Entstehungsursachen und Erscheinungsformen der sozialen Ungleichheit“, „Armut und soziale Ausgrenzung“, „Sozialstaatsentwicklung“, „Folgen der Covid-19-Pandemie, der Energiepreisexplosion und der Inflation“, „Rechtsextremismus, Rassismus und (Jugend-)Gewalt“, „Globalisierung“, „demografischer Wandel“ sowie „Migration und Integrationspolitik“.
Im Februar 2017 hat er als Parteiloser für DIE LINKE zum Amt des Bundespräsidenten kandidiert und in der Bundesversammlung mit 128 Stimmen (DIE LINKE vertraten nur 94 Wahlmänner und -frauen) einen Achtungserfolg errungen.
Korrumpiert
„Unsere Demokratie war nie die Herrschaft des Volkes. Selbst die real repräsentative Demokratie – wie wir sie nennen – wird aber zunehmend ausgehöhlt. Die Ökonomisierung aller Lebensbereiche hat die Politik längst erreicht. Ausufernder Profitlobbyismus, bröckelnde Gewalten- und Machtteilung sowie zusammenbrechende Korrektive sind die Folge. Wir haben uns korrumpieren lassen, zu viele haben oder wollen mitprofitieren. Und noch mehr ergeben sich den Bedingungen oder ihrer Ohnmacht…“
Das Buch gliedert sich in drei Bereiche: Die DEMOKRATIE -Demontage -Karambolage -Montage. Im dritten Bereich findet sich der 9-Punkte-Plan zur Kooperativen Demokratie.
Marco Bülow ist Publizist, Politiker, Berater. Von 2002 bis 2021 war er direkt gewähltes Mitglied des Deutschen Bundestages. Seine Schwerpunkte sind Gerechtigkeit, Ungleichheit und die Bewahrung der Lebensgrundlagen. Er hat tiefe Einblicke in den politischen Betrieb und die Parlamentsarbeit erhalten – war an Koalitionsverhandlungen, Spitzengesprächen und Ministeriumsgesprächen an führenden Stellen beteiligt. Dabei ist er zum Experten für Lobbyismus, Korruption und Demokratie geworden.
"Corona: Zensur oder Krisenbewältigung? Eine Diskussion über Streitkultur und Meinungsfreiheit"
Wie frei war die Meinungsäußerung während der Corona-Pandemie? War diese Zeit geprägt von Zensur und autoritären Einschränkungen oder von gemeinsamer Krisenbewältigung und dem notwendigen Streit darüber? Und wie gehen wir heute mit den Spuren dieser außergewöhnlichen Jahre um?
Jens Johler und Simon Brückner, Co-Herausgeber des Buches Das verordnete Schweigen (über die Geschichte der Zensur, Verlag: Osburg), stehen bereit für eine spannende Diskussion – nicht bloß über die politische und gesellschaftliche Aufarbeitung der Corona-Jahre, sondern auch über Demokratie und die Definition von „Zensur“. Anhand ihres kontroversen Streitgesprächs, das in ihrem Buch abgedruckt ist, beleuchten die beiden Autoren zentrale Fragen:
Nach einer Lesung aus dem Buch möchten die Autoren mit dem Publikum ins Gespräch kommen. Diskutieren Sie mit über Meinungsfreiheit und Streitkultur in einer demokratischen Gesellschaft.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
SIMON BRÜCKNER studierte Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin und schloss mit einer Arbeit zur Apokalyptik bei Hartmut Böhme ab. Er schrieb Sendungen für die Feature- und Hörfunkredaktionen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und fungierte als Story-Editor bei Romanprojekten. Sein Dokumentarfilm "Eine deutsche Partei" über die AfD wurde 2022 auf der Berlinale uraufgeführt.
JENS JOHLER wuchs in Hamburg auf, besuchte in München die Schauspielschule, spielte in Dortmund Theater, studierte an der FU Berlin und arbeitete dort als Wissenschaftlicher Assistent. Er schrieb Theaterstücke, Rundfunkfeatures sowie u.a. den Wissenschaftsthriller Kritik der mörderischen Vernunft und den Bach-Roman Die Stimmung der Welt.
Die Bundestagswahl ist vorbei und das Ergebnis muss verarbeitet werden. Deshalb laden wir euch zu diesem politischen Mittwoch ein, die Wahlergebnisse sacken zu lassen und den politischen Stress abzuschütteln. Komm vorbei, tausche dich bei ein paar Getränken aus, lasst uns Ideen schmieden, wie wir die Politik wieder auf Kurs bringen können und lausche nebenbei ein paar Live Musik Klängen von Bekka & JayBeeJones. Wir freuen uns auf euch!
Am 23.02. sind Bundestagswahlen, schneller als Gedacht.
Plakate sind ja ganz nett, aber inhaltlich oft wenig aussagekräftig, sodass wir uns freuen, am 19.02. eine Podiumsdiskussion veranstalten zu können um mit den Bundestagskandidat*innen (wobei - nur Männer...) ins Gespräch zu gehen.
Inhaltlich sind wir noch in der konkreten Planung, Wünsche, Ideen und Anregungen gerne zu uns!
Alle Leute sollten mal auf der Straße leben. Ich habe gelernt, dass Menschen eigentlich gut sind. Selbst hinter der
größten Arschlochfassade steckt oft etwas Gutes; ganz klein, aber es ist da.
Als Bahnhofsbarde, Eckkneipenbespaßer und Aktivist, hat sich der gebürtige Texaner aus der Anonymität der
Obdachlosigkeit, über die lokale "Gossenprominenz" Berlins hinaus, schon in die Herzen unzähliger Menschen
gesungen und geschrien.
Mit Liedern von Hoffnung in vermeintlich hoffnungslosen Lagen, Liedern über Drogensucht, Gewalt, psychische
Krankheit, soziale Ungerechtigkeit und Armut, Arger mit dem Gesetz, Prostitution und natürlich auch immer
wieder von der Liebe, der gefährlichsten Droge von allen, wie er sagt. Wenn die neue Stimme von SLIME von
seinem eigentümlichen Gitarrenstil begleitet, mit seiner markanten Stimme seine lebhaften und hochemotionalen
Geschichten erzählt, hört und spürt man sofort:
Da singt einer vom ECHTEN Leben!
Neben der Musik hat Tex in Zusammenarbeit mit Christian Schlodder sein erstes Buch geschrieben.
„Dreck und Glitzer“ - Eine Geschichte von der Straße und vom Licht an dunklen Orten.
Aus der Obdachlosigkeit auf die großen Bühnen – eine Geschichte über den Dreck da draußen.
Zu den Songs. Gibt es Auszüge aus diesem Werk zu hören. Ein intimer Abend mit Gänsehaut und allen
Gefühlsvarianten. Echt, unverfälscht und ehrlich.
Auch 2025 läuten wir das Jahr mit Sebastian 23 ein!!
Sebastian 23 könnten Sie aus verschiedensten Gründen kennen: Er ist einer der bekanntesten Poetry Slammer des Landes, war Jäger und Sammler (von Kabarettpreisen), er war schon ein paar Mal im Fernsehen, wenn nicht gar im Internet, denn in den Sozialen Medien hat er als Satiriker und Aktivist unter dem Namen @mondschaf23 viele Fans. Vielleicht haben Sie ihn auch schon mal auf der Straße gesehen und gedacht: „Wer ist dieser viel zu gut gelaunte Typ in dem bunten Pullover?“
Wir freuen uns, dass Sebastian23 am 15.01. zum politischen Jahresauftakt zu uns kommt und in der Banane performt!